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 Presseberichte >>    Wing Thai Gym Training  
   
 
 

„IT’S SHOW TIME“- AZEM IN K-1 WORLD GP IN AMSTERDAM ARENA – 26.04.2008 

Am 26. April 2008 ist es wieder soweit, die Besten der Besten der K-1 Szene steigen in der Amsterdam Arena im Ring. Das Stadium ist bereits im Voraus bis auf paar Hundert Plätze der 3. und 4. Kategorie ausverkauft. Wie jedes Jahr ist den Organisatoren wieder ein super Matchmaking gelungen.

Mit dabei ist Azem Maksutaj, welcher gegen den Favoriten aus Holland Tyrone Spong (mit 76 Kämpfen darunter 2 Niederlagen, gilt er als Newcomer des Jahres in K-1 Havyweight) kämpfen wird. Weitere Infos unter
www.fight.nl

Azem bereitet sich seit 5 Wochen mit mehreren Sparringspartnern vor, seinen Trainer Rohy Batliwala, welcher Azem in Amsterdam betreuen wird sowie den angereisten Sparringpartner Fevzi Ismaku aus Kosovo. 

Jetzt aktuell: auf www.azem.ch Shop kann man die neu designten T-shirt‘s bestellen.

 
 

Die zwei stärksten K-1 Fighter der Schweiz Petar Majstorovic und Azem Maksutaj überzeugten am Freitagabend vor mehr als 4’500 Zuschauern das Slowakische Publikum.

Auf dem Programm standen 7 hoch stehende K-1 Fights im Schwergewicht. Azem bestritt den zweiten Kampf des Abends gegen den aus dem Meijiro Gym kämpfenden “Pitt Bull“ Erhan Deniz aus Holland. Der holländische Kämpfer Erhan Deniz provozierte Maksutaj schon vor dem Kampf, indem er ihm vor die Füsse spuckte. Maksutaj liess sich jedoch von den Provokationen Denizs nicht einschüchtern und sparte seine Energie für den Kampf auf. Als die beiden Kämpfer den Ring betraten, konnte das gesamte Publikum die Anspannung spüren. Beide Kämpfer liessen siche kaum zurückhalten. Der Holländer versuchte Maksutaj weiterhin zu provozieren, dieser wartete jedoch nur auf die Freigabe des Kampfes durch den Ringrichter.

Sobald der Gong die erste Runde eröffnete, stürmte Azem auf Deniz los. Eine Serie von harten Fäusten trafen Deniz hart am Kopf. Maksutaj behielt durch den gesamten Kampf hindurch die klare Oberhand. Der Holländer bewies unglaubliche Nehmerqualitäten. Immer wieder versuchte er mit herzhaften Angriffen das Blatt zu wenden. Dennoch gab es in diesem Kampf nur einer, der das Sagen hatte: Azem Maksutaj. Über die gesamte Kampfdistanz von 3 x 3 Min. erhielt der Holländer eine Thai-Box Lektion der Sonderklasse, welche beim „Pitt Bull“ Erhan Deniz nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird. Sieger mit 3-0 Richterstimmen lautete somit das Kampfurteil für Azem Maksutaj. Die Zuschauer dankten beiden Kämpfern mit einem frenetischen Applaus.

 

 
   
 
  Bericht über Azem im SF 10vor10
Asem Maksutaj kam als Teenager aus dem Kosovo hierher. Heute ist er mehrfacher Weltmeister im Thai-Boxen.         14.08.2007 >> Video
 
  Azem Maksutaj hat geheiratet. >> Die Hochzeit
 
 

Der Kampf zwischen Azem Maksutaj gegen Ruslan Karaev im April im Hotel Mirage in Las Vegas wurde zum besten Kampf der Geschichte K-1 USA gewertet. Im Momen wird Azem vom thailändischen Muay Thai Erfolgstrainer Jun Ruangram Tanomsak auf seine nächsten K-1 Kämpfe 2007 vorbereitet.

Und am Freitag, 1. Juni 2007 hat Azem seine langjährige Freundin das Jawort gegeben! Mit dabei der Winterthurer Stadtpräsident Ernst Wohlwend und zahlreiche Prominenz aus dem In- und Ausland!

Ausserdem hat Azem unserem Reto Scherrer auch noch verraten: «Wir sind ab nächsten Monat zu dritt»...

Alles zur grossen Promi-Hochzeit am Freitag bei «SCHERRER-LIVE» mit einem EXKLUSIVEN «Hochzeits-Talk» mit Azem! Im Herbst 2007 erscheint in den Schweizer Kinos der Film über Azem Maksutajs Leben. Der Film trägt den Namen «Being Azem Maksutaj» und wird von der Filmförderung Schweiz und dem Schweizer Fernsehen finanziell unterstützt. Mit dabei im Kino Film wird auch Radio- und TV-Moderator >> RETO SCHERRER sein. . .

«SCHERRER-live» im Hochzeits-Interview mit AZEM! 

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  K-1 Rumble of the Kings Stockholm (Schweden) – 19. Mai 2007

 
 

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Diese Woche ist es wieder so weit; am Samstag 19. Mai 2007 findet in Stockholm Schweden das traditio-nelle K-1 Rumble of the kings Turnier statt. Im 1. Kampf trifft Maksutaj auf den Australier Nathan Corbet. Weitere Bestreiter dieses Turniers sind der Russe Ramazan Ramazanov,der letztjährige Finalist aus Schweden Rickard Nordstrand und viele mehr. In diesem Event kämpft ausserdem der Franzose Freddy Kemayo gegen den Sch-weden Jorgen Kruth, der  K-1 Max Sieger Buakaw Por Pramuk ist ebenfalls dabei, weitere Infos unter www.k-1.se

 

 

 

Der Sieger dieses Turniers wird am 11. August 2007 in K-1 Qualifi-kation Turnier für Osaka in Las Vegas teilnehmen.

 

 

 

 

Azem hat harte Vorbereitungen hinter sich. Er bereitete sich mit mehreren Sparringspartnern vor, seinen alten Trainer Rohy Batli-wala, welcher Azem in Stockholm betreuen wird sowie den kürzlich angereisten Trainer Kai aus Thai-land.

 

 
  WM K-1 Fight 20 Mai Scandinavia

 
 

K1 - KAMPF IN BRATISLAVA FREITAG, 17. FEBRUAR 2006!


Azem Maksutaj wird 30-jährig. Zeit, Bilanz zu ziehen und vorwärts zu schauen. Er will Boxer werden.

Maksu-tai und Thai-boxen gehören ungweiglicher zusammen. In 15 Jahren ist aus dieser Verbindung eine imposante Trophäen- und Gürtelsammlung hervor gegangen. Heuer wird der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln 30-jährig und hat Pläne.

Jetzt komme ich Azem Maksutaj glaubt, einen Wendepunkt in seinem Leben erreicht zu haben. «Jetzt komme mal ich», will sich der 13-fache Thaibox-Weltmeister auf sein Bedürfnis fokussieren. Bis dahin sei er vor allem für andere dagewesen, habe den Kopf hin- und Landsleute von der Strasse ferngehalten. «Azem ist nicht nur Kämpfer», spricht er über sich in der dritten Person. Azem ist eine Institution geworden.
Für Schweizer ist er ein Beispiel gelungener Integration. Für Kosovaren einer, der es geschafft hat. Und für Medien ist er immer dann spannend, wenns einer nicht geschafft hat. Fadengerade sagt er, was Sache ist und lässt sich zitieren, wie man sich Respekt verschafft. Er zieht in seinem Boxkeller die harte Linie durch, markiert den Chef. Diese Position hat er sich erkämpft.

Und so leicht gibt er sie nicht her. Auch jetzt nicht, da er sich mehr als bloss mit dem Gedanken wälzt, Boxer zu werden. «Das eine tun, das andere nicht lassen», sagt er vielsagend.

Am 17. Februar reist Azem Maksutaj für einen K1-Kampf nach Bratislava.

Ebenfalls noch setzt er am 20. Mai die Füsse ein. Und zwar beim Abschlusskampf des Schweden Leri Linwald in Stockholm. Azem Maksutaj ist mächtig stolz, dass die Wahl als Gegner auf ihn gefallen ist. Das kommt nicht von ungefähr, «sondern weil ich eine gute Karriere gemacht habe», glaubt er. Zusätzlich motiviert ihn, dass fünf TV-Stationen (z.B. Eurosport) den Kampf über fünf Runden zwischen ihm und dem erfolgreichen K1-Mann übertragen. Danach liebäugelt er mit einem Auftritt im Showteil, wenn Luan Krasniqi von der deutschen Universum-Box-Promotion die Fäuste fliegen lässt.

Im Showteil empfehlen
Noch hat man im renommierten Box-Stall den Namen Maksutaj noch nie gehört. Gemäss Christoph Rybarczyk, Pressesprecher bei Universum, ist es aber möglich, dass er sich via Showkampf für ein Engagement empfehlen kann. Azem wäre nicht der erste Thaiboxer, der in einem anderen Ring Erfolg hätte. Der Kämpfer selber rechnet schwer damit, dass er reüssieren wird und sieht seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland verschoben. Nach Winterthur käme er trotzdem wieder. Seinen Keller am Rande der Altstadt hat er in der Altjahrwoche noch tüchtig aufgefrischt. Die Fotografen können kommen, und den Box-Champion dann in Siegerpose abzulichten. So stellt er sich Azem Maksutaj die Fortsetzung seiner Karriere vor.

Viel erreicht: Azem Maksutaj organisiert im September wieder eine Fightnight.


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Die Kosovaren kommen! 8. Januar 2006

«Danke, dass ihr wegen uns so weit gefahren seid. Ehrlich, das bedeutet mir etwas», sagt Vater Ragip Behrami, 50, am zugigen Hintereingang des Fussballstadions von Genua. Der bescheidene Arbeiter aus dem Kosovo geniesst den Rummel um seinen Sohn: «Die Schweiz hat uns geholfen, als wir in Not waren. Und jetzt kann Valon endlich etwas davon zurückgeben».

Valon Behrami, 20, hat mit seiner Mannschaft Lazio Rom gerade 0 : 2 verloren. Nebensache, schlieslich hat Valon sein wichtiges Tor acht Tage zuvor geschossen - im Stade de Suisse in Bern, beim Barrage-Hinspiel gegen die Türkei erzielte Kosovo-Albaner das entscheidende 2 : 0. Die ganze Familie Behrami ist angereist, um den gefeierten Sohn nach den dramatischen Spielen von Bern und Istanbul endlich in die Arme zu schliessen. «Wir danken Alex Pedrazzini», sagt Ragip. «Ohne ihn wären wir längst nicht mehr in der Schweiz».

Die Behramis waren 1990 als Asylbewerber im Tessin gestrandet, drei mal wäre die Familie in den 90er Jahren beinahe ausgeschafft worden: Doch so wie Behrami jetzt die Schweizer WM-Qualifikation sicherte, so half der Sport damals den Behramis: Vater Ragip spielte beim FC Stabio, der Sohn bei den Junioren. Beim Fussball lernte Behrami den damaligen Tessiner Justizdirektor Alex Predrazzini kennen, dessen Sohn ebenfalls im Nachwuchsteam spielte. «Alex sagte mir eines Tages, ich solle mir keine Sorgen machen». Der mächtige Götti half, die Behramis blieben.

Zehn Jahre später und zwei Autostunden nördlich von Stabio, kämpft heute ein anderer Götti um seine Kosovo-Albaner: Reto Dürst, der Gemeindepräsident der Bündner 330-Seelen-Gemeinde Wiesen. Die Bündner Fremdenpolizei hatte im Oktober in einer brutalen, nächtlichen Aktion die Frau und die fünf Kinder der seit Jahren in Wiesen lebenden Familie Kolic in den Kosovo ausgeschafft.

Blochers Asylbürokraten und ihre Vertreter in Chur hatten für einmal Pech: in Wiesen gerieten sie an einen Gemeindepräsidenten, der weiss, wie man kämpft: Reto Dürst, ehemaliger Eishockey-Profi bei Davos und ZSC, sagt: «So etwas darf in der Schweiz mit solchen Leuten nicht passieren». Zweimal schon reiste der parteilose Lokalpolitiker in den Kosovo zu «seiner» Familie, das letzte Mal in Begleitung eines BLICK-Teams. Noch stellen sich die Behörden quer, doch Dürst ist optimistisch, dass die Familie bald wieder zusammen ist, zu Hause im märchenhaft verschneiten Wiesen.

Behramis verhinderte Abschiebung, Dürsts Kampf um seine  Kosovaren: Wo man sich kennt, schätzt man sich. «Kosovo-Albaner sind so fleissig und loyal, dass man sie für die besseren Schweizer halten könnte», sagt Gjyle Krasniqi, die in Luzern mit albanischen Jugendlichen Gewaltprävention betreibt. «Warum schiesst sich die SVP gerade auf diese Leute ein, die in vielem so ähnlich denken?»

Wo man sich nicht kennt, sind Kosovo-Albaner unbeliebt. Sie gelten als Raser, Rauschgifthändler und Sozialschmarotzer, nicht nur SVP-Kader halten sie für faul, brutal, verschlagen und unberechenbar. Jeder zehnte Kosovo-Albaner lebt in der Schweiz, die fast 200 000 Emigranten schicken jährlich eine Viertelmilliarde Franken an Angehörige in der Heimat: «Die Interessen des Kosovo sind auch unsere, namentlich im Bereich Sicherheit», mahnt Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und pocht darauf, dass die Statusfrage der Unruheprovinz endlich und schnell geklärt wird.

«Wir Kosovo-Albaner leiden alle unter der kollektiven Vorverurteilung», sagt Ylfete Fanaj, 23. «Eine kriminelle, gewalttätige Minderheit, die viel Lärm macht, bringt uns alle in Verruf». Nach aussen prägen die Männer das Bild der Kosovo-Albaner, Frauen der ersten Generation kennt man nur als verschupfte Kreaturen mit Kopftuch, die kaum Deutsch sprechen und jeden Blickkontakt vermeiden. Schon deshalb würde man Ylfete, die angehende Sozialarbeiterin aus Sursee LU, nicht als Kosovo-Albanerin erkennen. Mit provozierend offenem Blick mustert sie ihr Gegenüber aus dunklen Augen, sie kleidet sich modisch und figurbetont: «Ich lebe seit der Pubertät im Spannungsfeld dieser zwei so unterschiedlichen Kulturen», sagt sie. «Es ist nicht einfach, den Eltern zu erklären, warum wir so leben wollen, wie wir leben».

Konfliktpunkte sind etwa das Recht, in den Ausgang zu gehen - aber auch die traditionell übliche, von den Eltern arrangierte Heirat: «Meine Eltern machten jede Menge Vorschläge, aber ich konnte immer verhandeln. Mittlerweile haben sie akzeptiert, dass ich mir meinen Mann selber suche ». In die Ferien fährt Ylfete nach wie in ihre Heimatstadt Prizren. «Mich schaut man dort schon schräg an: Die ist schon 23 und immer noch nicht verheiratet. Was stimmt nicht mit der?»

Luzern und sein Hinterland sind seit jeher einer der Hotspots der Immigration aus dem Kosovo. «Wenn du hier einen albanischen Namen hast, findest du keine Lehrstelle», sagt Ylfete. In diesem Umfeld - mangelnde Akzeptanz, keine Perspektiven - würden sich viele Jugendliche «reethnisieren», die eigene Kultur idealisieren, beobachtet Ylfete: «Die entwickeln Aggressionen gegen die Schweiz und verherrlichen den Kosovo.
Warum, so frage ich mich, fahren die nicht einfach zurück?».

Wenn Bafti Zeqiri, 26, morgens in seinem Zimmer in Olten SO die Augen aufschlägt und zur Decke blickt, liest er als erstes den Spruch, den er dorthin geklebt hat: «Ich will die Aufnahmeprüfung bestehen!» Bafti ist einer der Secondos aus dem Kosovo, die eigentlich keine Chance haben. Auch sein Versuch, eine Lehre zu machen, scheiterte. Deshalb paukt er jetzt für die Aufnahmeprüfung einer Privatschule, will die Matura nachholen. Daneben arbeitet er als Freiwilliger in einem Jugendclub und in mehreren Integrationsprojekten - ein Vollzeitjob ohne Lohn.

«Wenn die Eltern es zulassen, haben wir Jugendliche keine Probleme mit der Integration», sagt Bafti. Aber leider würden viele Eltern Hass und Vorurteile fördern statt bekämpfen: «Es ist doch absurd: Albaner gelten als Rauschgifthändler, Schweizer als Konsumenten. Schweizer Eltern verbieten ihren Kids wegen der Dealer den Umgang mit Albanern, albanische Eltern umgekehrt ihren Kindern den Umgang mit Schweizern - weil diese die Drogen konsumieren».

«Wir vergessen gerne, dass die Schweizer Bauwirtschaft zwischen 1965 und 1990 rund 60 000 Kosovo-Albaner aktiv ins Land holte», sagt Thomas Kessler, der Integrationsbeauftragte des Kantons Basel-Stadt.  Anfang der 90er Jahre stiegen die Spannungen im heimatlichen Kosovo, wer konnte, versuchte, seine Familie in die Schweiz zu holen. Gleichzeitig führte der Bundesrat  das «Drei-Kreise-Modell» ein - Ex-Jugoslwawien gehörte plötzlich nicht mehr zu den Gegenden, in denen die Schweizer Wirtschaft Arbeitskräfte rekrutieren konnte. Die Kosovo-Albaner kamen trotzdem. Erst die Familien, später die jungen Männer, die hier politisches Asyl suchten.

Um die Attraktivität der Schweiz zu mindern, wurden die Männer möglichst weit weg platziert von Verwandten, die schon in der Schweiz waren: «Die Arbeiter in Genf kamen aus zwei Distrikten im Kosovo, aus nur sechs Dörfern, jeder kannte jeden. Wurde einer kriminell oder auffällig schickte ihn der Clanchef nach Hause. Man wollte den guten Ruf im Gastland, den man mit viel Fleiss erarbeitet hatte, nicht aufs Spiel setzen», sagt der grüne Nationalrat Ueli Leuenberger, Gründer der Albanischen Universität von Genf. Ohne die Kontrolle der Grossfamilie scheiterte manch einer der jungen Männer in der ungewohnten Freiheit und Einsamkeit.

«Kosovo-Albaner brauchen eine harte Hand, sie brauchen eine Autorität, vor der sie Respekt haben», sagt Azem Maksutaj, ??, Inhaber der Wing Thai Gym in der Winterthurer Altsstadt und 13facher Weltmeister im Kick- und Thaiboxen. In seinem Box-Keller gelten deshalb harte Regeln, keine Drogen, keine Gewalt. Leichtere Verstösse ahndet Azem mit einer Serie Liegestützen, schwerere mit dem sofortigen Rauswurf: Auch Boxchamp Azem, mittlerweile eingebürgert, ist ein Chrampfer, wie man sie unter den vergleichsweise verwöhnten Schweizern kaum mehr findet: «Zwischen 16 und 18 habe ich nie mehr als zwei bis drei Stunden geschlafen, in der Handelsschule bin ich oft eingenickt», erzählt er. Neben der Schule arbeitete Azem als Boxtrainer, abends und am Wochenende auch als Türsteher vor einer Disco. Der Krampf lohnte sich: «Mit 18 hatte ich 50 000 Franken gespart, ich konnte meinen eigenen Boxkeller kaufen».

Der Champ kritisiert, dass die Generation seiner Eltern in ihrer Isolation in der Schweiz weit konservativer blieb als es der Kosovo von heute
tatsächlich ist:«Wenn diese erste Generation in den Kosovo fährt, heisst es: Die Verrückten kommen, die Fundamentalisten!» Gerade in Sachen freier Heirat seien die Kosovaren in Pristina heute weit liberaler als in der Schweiz.

Über dem Empfang des Bürohochhauses der Mabetex in Lugano-Paradiso hängt das Bild von Mutter Theresa. Wir sind bei Beghjet Pacolli, 54, beim erfolgreichsten Kosovaren hierzulande. Mit fünf Brüdern und einer Handvoll Cousins führt Pacolli führt eine Generalunternehmung mit einer Milliarde Franken Umsatz, er beschäftigt eine Armee von 4000 kosovo-albanischen Bauarbeitern. Gerade hat er das Regierungsviertel der Hauptstadt von Kasachstan gründlich saniert, zuvor für seinen Freund Boris Jelzin in Moskau das Weisse Haus und den Kreml renoviert. Das prestigeträchtige Kreml-Projekt brachte Pacolli jede Menge Ärger mit der damaligen Bundesanwältin Carla del Ponte. Diese witterte Korruption und Russenmafia - und ermittelte mit viel Lärm, aber ohne Erfolg.

«Wir sind ein Volk, das einen starken Hausherr braucht, in der Familie, im Staat», sagt Pacolli. Ein unabhängiger Kosovo brauche deshalb einen starken Präsidenten, eine Vaterfigur, einen Hausherr eben. Und nicht unbedingt sofort eine Demokratie nach westlichem Vorbild. Diese, seine Ansicht hat Pacolli kürzlich auch in Washington deponiert.

«Wiviu Tränä fliessä, wiviu Müetter immer widr gränä...», wummert es bärndeutsch aus den mächtigen Boxen. Lulzim Axhami, 24, alias  LUL DxE, singt von den Tränen der Mütter nach dem Raserunfall ihres Sohnes.«Du killst, du killst dein Leben und tausend weitere Herzen. Scheiss auf den 3er BMW, scheiss auf die Neunzehnzollfelgen, scheiss auf deinen Spoiler!» Und:«Du bisch e Rasse vo minere Rasse, woni sälber hasse!»

Pro Helvetia zeichnete den jungen Rapper mit 15 000 Franken aus, die Berner Burgergemeinde feierte ihn als «Brückenbauer zwischen den Kulturen» und überwies 10 000 Franken. Im vergangenen April  druckte die Berner Zeitung ein Gespräch zwischen Luzlim und Eduard Gnesa, dem Chef des Bundesamtes für Migration: «Luzlims Geschichte ist die einer Integration, wie ich sie mir wünsche», schwärmte Blochers Mann für die Fremden. Vier Tage später ist der gleiche Luzlim im Schweizer Fernsehen Gegenstand einer Rundschau-Reportage über kosovo-albanische Jugendliche: Luzlim, gefilmt am Steuer seines Alfa, wird als uneinsichtiger Raser dargestellt. Seinem alten Vater fällt in dem Beitrag die Rolle des «Sozialschmarotzers» zu - er bezieht nach 35 Jahren Arbeit in Bern heute  eine Viertel IV-Rente.

«Die Medien machen den Leuten nur Angst, wer wir wirklich sind, interessiert nicht», sagt Luzlim.

Verärgert tritt er in die dunkle, neblige Nacht und verschwindet in der winterlichen Kälte des Tschar-nergutes in Bern Bethlehem, zwölf Prozent Jugendarbeitslosigkeit, überdurchschnittlich hoher Ausländ-eranteil: «Mich fickt keiner mehr an», brummt er in seinen dicken, hochgeschlagenen Kragen.

Sein Freund Afrim Mushja, 26, der sich in acht Jahren als Altenpfleger das Startkapital zusammensparte für einen HipHop-Kleiderladen in der Berner Altstadt, hat seine eigene Formel: «Im Herzen bin ich Albaner, im Alltag muss ich doppelt soviel arbeiten wie ein Schweizer».

Die Generation der Eltern hatte einst nur ein Ziel: Arbeiten und sparen und als gemachte Leute in einen freien Kosovo zurückkehren. Den Secondos fehlt dieses Ziel, Statusverhandlungen hin oder her. «Wenn ich im Kosovo bin, habe ich Heimweh. Wieder hier, bin ich der Ausländer», sagt Kastriot Komani, 19, Pflegepraktikant im Basler Altersheim Zum Lamm.


Die beste Antwort zur Frage einer Rückkehr aber liefert Boxer Azem: «Wohin soll ich denn gehen? Von daheim nach Hause?»

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Seminar in Legnano Italien am 8. Mai 2005.

 
  Schweizer Pass für Azem! Nach der letztjährigen Ablehnung bestand Azem nun die Prüfung und ist ab sofort Schweizer Bürger.


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  Facts berichtet über das Wing Thai Gym und Azem's Trainingsmethoden.

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren

An der Winterthurer Fight Night traten wiederum die besten Kampfsportler aus der Schweiz gegen internationale Gegner an. Nach dem KO-Sieg über Björn Bregy im September 2004 wird Azem Maksutaj als Höhepunkt des Abends erneut um den WM-Titel im Super-Schwergewicht (über 95kg) kämpfen.

Zuvor wird noch um die Schweizermeisterschaft und um den Europameistertitel im Thaiboxen gekämpft. Zusätzlich werden weitere neun Kämpfe von Männern und Frauen auf hohem technischen Niveau im Vollkontakt-Kampfsport zu sehen sein. In den Pausen können Sie ein abwechslungsreiches Show- und Unterhaltungsprogramm geniessen. Die Kämpfer werden einzeln beim Eintritt über die Leinwandprojektion vorgestellt.

Das Wing Thai Gym wird seit 10 Jahren von Azem Maksutaj geführt, der es von seinem Lehrer Rohy Batliwala übernommen hat. Das Wing Thai Gym ist seit fast 20 Jahren die erfolgreichste Kampfsportschule der Schweiz und garantiert dadurch einen ausserordentlichen Kampfsport-Event.
Die Publizität des Kampfsports hat in den letzten Jahren laufend zugenommen. Neben den Lokalmedien wie Landbote, Stadtanzeiger, Tele und Radio Top etc. wurde über Azem Maksutaj und die früheren Kampfsport-Events in allen schweizweit wichtigen Medien wie Blick, Tagesanzeiger, NZZ, SFDRS, Tele Züri etc. regelmässig berichtet.

Das Wing Thai Gym bietet mit der Winterthurer Fight Night einen hoch stehenden Kampf-sportanlass, der für die Kampfsportbegeisterten einen hohen Unterhaltungswert bietet und in der Schweiz einmalig ist. Wir erwarten eine ausverkaufte Eulachhalle mit 2'500 begeisterten Zuschauer/innen.

Neben privaten Sponsoren konnten für die bisherigen Veranstaltungen bereits viele bekannte Firmen wie Mediamarkt, SBB, Heineken, Maxiprint, verschiedene grosse Fitnesscenter, Budosport, Inkosport, Better Bodies und viele lokale Unternehmen gewonnen werden. Nur mit der grosszügigen Unterstützung durch die Sponsoren sind wir in der Lage solche Anlässe durchzuführen, da die hohen Ausgaben für die internationalen Kämpfer und die Infrastruktur nicht alleine aus den Eintritten finanziert werden können.

Mit dem Sponsoring unterstützen Sie auch das Engagement Azem Maksutajs in der sportlichen Ausbildung der Jugendlichen, die dadurch vielfach von der Strasse wegkommen und im Training Respekt und Disziplin lernen.
Es würde uns sehr freuen, auch Sie als Spon-soren für diesen exklusiven Event gewinnen zu können.

Mit sportlichen Grüssen

Azem Maksutaj
Wing Thai Gym, Winterthur

 
   

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© Azem Maksutaj

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